Geflüster
Reisen
Nimm mich mit auf deine Reise
Auf der ich nicht zurückkommen will
Das Gepäck das was ich trage
Verliert an Kilos Schritt für Schritt
Wir wissen nicht das Ziel der Reise
Vom Leben bekommen ein leichter tritt
Sind gespannt was uns passiert
Ich freu mich wie ein Kind auf süßes
Dich zu lieben ungeniert
Ich stell mir keine Fragen mehr
Will nur die Zeit genießen
Die ich mit dir verbringen darf
Ich werde dich vermissen.

Neben Fuchs, Fasan und Pfau
Neben Fuchs, Fasan und Pfau wohnt in Wildau eine Sau.
Tief im Wald, in einem Bau,
tief verschneit — die Zeit ist rau.
Fressen finden: ziemlich mau für Frischling, Eber und die Frau.
Verschwindet dann das Wintergrau, der Frühling kommt mit Lüftchen lau.
Auf den Wiesen liegt noch Tau,
die Sonne scheint, der Himmel blau.
Freut sich auch Familie Sau, grunzend lustig — mit Radau,
in den Wäldern von Grünau
Fußnote zum Gedicht „Neben Fuchs, Fasan und Pfau“
Ein heiteres Tiergedicht, das den Übergang vom Winter zum Frühling feiert — mit viel Sprachwitz, Rhythmus und fröhlicher Lautmalerei.
Die Tiere sind hier nicht bloß Waldfiguren — sie spiegeln Lebenslust, Naturnähe und ein herzliches Mit-einander.
Manchmal sprichst du, doch niemand hört
Manchmal sprichst du, doch niemand hört, weil deine Wahrheit sie verstört.
Nicht weil sie falsch, nicht weil verkehrt —
doch weil sie unbequem verklärt.
Die Stille wird zum sanften Schein, ein Schutz für jene, die bequemlich sein.
Doch wenn dein Wort die Ruhe bricht,
dann spürst du: Es trifft ins Licht.
Ein wunder Punkt, so tief versteckt, den keiner gern erweckt und weckt.
Doch Worte tragen ihre Kraft —
auch wenn die Welt dagegen schafft.
Die Wahrheit flüstert leise, sacht, wo Dunkelheit die Lüge macht.
Wer sie ausspricht, steht oft allein — und lässt sein Herz aus Eisen sein.
Bequemlichkeit schützt trügerisch,
die Masse wird oft widerlich.
Doch wer nicht spricht, verliert sein Licht — und bleibt gefangen im Verzicht.
Wenn Worte fallen wie Blätter, sacht, doch niemand ihnen Beachtung macht, dann weißt du: Es ist unbequem —
die Wahrheit stört das System.
Doch Worte, die sich tief eingraben, können selbst Mauern Narben haben.
Und eines Tages, wenn Zeit verrinnt,
bleibt nichts als Wahrheit im rauen Wind.
Ich spreche laut, doch keiner hört, weil Schweigen nicht die Ruhe stört.
Nicht das Wort ist falsch und leer —
die Angst wiegt einfach oft und schwer.
Doch Schweigen ist kein Schutz, kein Schild — die Wahrheit sich den Raum bald nimmt.
Auch wenn die Worte still verhallen,
bleibt Wahrheit stärker als das Schweigen.
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Poetische Fußnote zum Gedicht
Dieses Gedicht ist ein mutiger Ruf — für alle, die Wahrheit in sich tragen, aber oft gegen die Wand der Bequemlichkeit
prallen. Es zeigt, wie schwer die Wahrheit manchmal wiegt, wie leicht das Schweigen schützt, und wie gefährlich beides werden kann.
Vielleicht ist Wahrheit nicht laut.
Vielleicht ist sie ein Flüstern, das sich im Wind trägt, bis endlich jemand zuhört.